[Buchrezension] Robin Felder - Paranoia

15. April 2012










●   Autor: Robin Felder
●   Titel: Paranoia
●   Taschenbuch, 350 Seiten
●   Verlag: Aufbau Verlag (www.aufbau-verlag.de)
●   ISBN: 978-3746628066
●   Erschienen: 03/2012
●   Preis: 9,99 €
●   Bestellmöglichkeit hier


"Held wider Willen"
"Er heißt Conrad Peng – und er ist als Findelkind in einem Waisenhaus aufgewachsen. Als Teilhaber einer Consulting-Firma scheint er Erfolg zu haben, dabei steckt er voller Komplexe. Als er einer Frau das Leben rettet, wird er zum Helden erkoren. In Wahrheit macht er sich nur aus einem Menschen etwas – aus dem achtjährigen Waisenkind Fynn. Doch damit wird er angreifbar – wie er bald erfahren muss.
Packend, ungewöhnlich, unkorrekt  – ein Roman über Angst, Liebe und den Versuch Grenzen zu überwinden."

Dank Blogg dein Buch durfte ich dieses Werk kostenlos lesen und möchte euch das Buch nun in dieser Rezension etwas näher bringen.

Paranoia erzählt die Geschichte von Conrad Peng, einem aufstrebenden Geschäftsmann, der immer höher hinaus möchte und vom Erfolg nicht genung bekommen kann. Doch dieses Streben nach Erfolg scheint nur eine Art Schutz oder Ablenkung für ihn zu sein, denn Conrad ist ein Findelkind, das im Heim aufgewachsen ist und hat mit dieser Vergangenheit immer noch nicht abgeschlossen - deshalb ist er abhängig von Medikamenten, um seine Depressionen zu verdrängen. 

Und gerade wegen dieser Vergangenheit kümmert er sich wohl so liebevoll und fürsorglich um den kleinen Fynn, der genau wie er, auch ein Findelkind ist und im Waisenhaus lebt. Er unternimmt viele schöne Sachen mit seinem Patenkind, da er selber sehr gut weiß, dass die Zeit im Heim gar nicht schön ist. Wenn Conrad mit Fynn zusammen ist, kommt eine ganz andere Seite von ihm zum Vorschein: Im Job draufgängerisch und teils sehr oberflächlich (er teilt Menschen gedanklich je nach Aussehen in Gruppen ein), ist er zu Fynn liebevoll und scheint sehr emotional.
Während die Story zu Beginn noch eher locker und witzig daherkommt, wird sie mit Fortschreiten des Buches immer rasanter und zunehmend ernster, das Ende kommt dann aber doch ziemlich plötzlich.

Der Roman ist aus Sicht des Protagonisten Conrad geschrieben. So kann man sich sehr gut in diesen hineinversetzen und seine Gedanken nachvollziehen. Die beiden sehr gegensätzlichen Seiten von Conrad, draufgängerisch und fürsorglich) werden sprachlich sehr genau dargestellt und ich konnte mir den Typ Mensch sehr gut vorstellen.
Auch die Sprache ist an den Charakter angepasst: Sie ist sehr derb, oft geht es unter die Gürtellinie. Aber eben nur, wenn Fynn nicht dabei ist.
Kurze Sätze dominieren den Schreibstil des Autors und wirken teilweise wie Aufzählungen. Dies verdeutlicht sehr gut die aufeinander folgenden Assoziationen des Protagonisten. 
Ich mochte diesen Stil sehr gerne, da er wie zugeschnitten auf den Protagonisten ist und zudem leicht zu lesen ist.

Fazit:
Ein Buch das sicherlich nicht jedermanns Sache ist, mir hat es jedoch sehr gut gefallen. Gerade wegen des nahezu perfekten Zusammenspiels von Sprache und Story. Die Story war zudem ziemlich packend und hat mich wirklich mitgenommen. 
Ein wirklich tolles Buch!


Kommentare:

  1. Bei Blogg dein Buch wollte ich mich auch schon einmal bewerben :-) Das Buch hört sich spannend an! Danke für den Tipp.

    Liebe Grüße

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  2. HuHuuhabe dich getaggt =)
    LG Ciindey

    http://my-faible.blogspot.de/2012/04/hey-meine-lieben-ich-wurde-vor-einiger.html

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  3. Das Buch spricht mich zwar überhaupt nicht an, aber schöne Rezension :)

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