Gelesenes aus 2013

24. Januar 2014


Wie auch im letzten Jahr, möchte ich euch heute wieder kurz die Bücher vorstellen, die ich 2013 gelesen habe. 2013 sind es immerhin 6 vollwertige Bücher gewesen, 2012 waren es nur 5. Es wird also :D

(1) S.J. Warson - Ich. Darf. Nicht. Schlafen
Womit wir auch gleich bei meinem Jahres-Highlight wären. Ich. Darf. Nicht. Schlafen hat mich so sehr gefesselt, wie es lange kein Buch mehr geschafft hat. Die Geschichte hat mich förmlich eingesogen, ging sehr unter die Haut und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage ausgelesen. Es hinterlässt einen nachdenklich, aufgewühlt und etwas verstört. Und genau das erwarte ich von einem guten Buch: Dass man auch noch darüber nachdenkt, nachdem man es ausgelesen hat.
> Kurzbeschreibung von Amazon.de:
Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?
5 / 5 Sternen



(2) Henning Mankell - Hunde von Riga
Bei Henning Mankell fühle ich mich immer "Zuhause", kennt ihr dieses Gefühl bei Büchern? Ich kann mich bei ihm einfach immer total auf die beschriebene Welt einlassen und liebe es, wie detailliert er die Charaktere aufarbeitet.
Hunde von Riga ist sehr politisch angehaucht und damit ein nicht ganz alltäglicher Krimi. Teilweise etwas langatmig, aber alles in allem ein sehr spannender und nicht ganz anspruchsloser Krimi. Ich mag Mankells Schreibe einfach unglaublich gern.
> Kurzbeschreibung von Amazon.de:
Kriminalkommissar Kurt Wallander saß in seinem Zimmer im Polizeipräsidium von Ystad und gähnte. In diesem Moment kam Martinson ins Zimmer. ›Vor ein paar Minuten haben wir einen merkwürdigen Anruf erhalten‹, begann er, ›er kam aus einer Telefonzelle. Ein Mann behauptete, daß bald irgendwo hier an der Küste ein Rettungsboot mit zwei toten Männern an Land treiben würde …  Dann legte er auf.‹ – Wer sind die Toten? Und wohin ist das Rettungsboot verschwunden? Die Ermittlungen führen Kommissar Wallander nach Osteuropa. Er gerät immer tiefer hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen Glauben an die Gerechtigkeit verliert, sondern auch fast sein Leben läßt ...
4,5 / 5 Sternen




(3) Jojo Moyes - Ein ganzes halbes Jahr
Ich glaube, es war wohl das gehypteste Buch dieses Jahr, und auch ich musste es natürlich lesen. Ich bin sonst wirklich kein Fan von diesen typischen Frauen- und Liebes-Romanen, aber Ein ganzes halbes Jahr war anders. Sehr berührend und überhaupt nicht "schnulzig" im klassischen Sinne.
Für mich war dieses Buch eine sehr schöne Abwechslung zu meinen ganzen Thrillern und Krimis. Und ich fand es sehr spannend, wenn auch auf eine andere Art als einen Krimi. Obwohl es absolut nicht mein Genre ist, habe ich dieses Buch sehr genossen und ziemlich flott ausgelesen.
> Kurzbeschreibung von Amazon.de:
Lou & Will. Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will.
4 / 5 Sternen



(4) Michael Hübner - Sterbestunde
Letztes Jahr habe ich euch Stigma von Michael Hübner als mein Jahres-Highlight vorgestellt und mir deshalb auch direkt den Nachfolger gekauft.
Leider hat Sterbestunde mich nach dem grandiosen Debüt-Roman sehr enttäuscht. Während ich mich noch genau an Stigma erinnern kann, habe ich die Handlung von Sterbestunde schon wieder so gut wie vergessen... Es war einfach nicht so spannend und sehr viel vorhersehbarer als der Vorgänger. Es war kein abgrundtief schlechter Thriller, aber gemessen an Stigma doch eher enttäuschend.
> Kurzbeschreibung von Amazon.de:
Ein Menschenleben bedeutet ihnen nichts...
Wegen eines Autounfalls, bei dem ein Pfleger getötet wurde, gerät ein Altenheim ins Visier der Koblenzer Polizei. Kommissar Sven Becker, der die Ermittlungen leitet, stößt auf ein weiteres brisantes Detail: Die Blutprobe einer verstorbenen Heimbewohnerin enthält rätselhafte, HIV-resistente Zellen. Noch bevor der Heimdirektor dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann, ist er verschwunden. Und Becker bekommt es mit skrupellosen Gegnern zu tun, denen ein Menschenleben nicht das Geringste bedeute.

2,5 / 5 Sternen

(5) Tom Rob Smith - Agent 6
Und da sind wir auch schon beim nächsten Flop. Ich habe die beiden Vorgänger (Kind 44 und Kolyma) von Tom Rob Smith geliebt und förmlich verschlungen, weil mich die Thematik und die Geschichte um Leo Demidow unheimlich interessiert. 
Agent 6 war irgendwie nicht meins, ich bin einfach nicht so richtig "reingekommen". Während es anfangs wirklich spannend zuging, flachte die Handlung immer weiter ab und hat mich schließlich überhaupt nicht mehr gefesselt. Ich war so gelangweilt, dass ich nach 3/4 das Buch abgebrochen habe. Für mich leider ein Reinfall.
> Kurzbeschreibung von Amazon.de:
Moskau 1950: Ein Mann im Dienst von Stalins Terrorregime. Eine Frau, die von Liebe und Freiheit träumt. Und der Beginn eines Komplotts, das viele Jahre später in eine tödliche Tragödie mündet. Für den Geheimdienstagenten Leo Demidow beginnt im Winter des Jahres 1950 ein Spiel um Leben und Tod, das schreckliche Opfer fordert. Und es wird erst beendet sein, wenn er den einzigen Menschen findet, der die Wahrheit kennt: Agent 6.
1 / 5 Sternen


(6) Sebastian Fitzek - Die Therapie
Bei Fitzek kann ich mir immer sicher sein, dass ich gefesselt sein werde. Und das war auch bei Die Therapie so. Einfach ein sehr guter, spannender Psychothriller mit den typischen Fitzek-Wendungen am Ende. Sicherlich leichtere Kost als ein Mankell, aber dafür sehr unterhaltsam und perfekt zum Abschalten. Wurde ebenfalls innerhalb weniger Tage ausgelesen, da es ein echter Pageturner ist.
> Kurzbeschreibung von Amazon.de:
Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …

4 / 5 Sternen


Was war euer Buch-Highlight im letzten Jahr?
Habt ihr Empfehlungen für mich? 

Kommentare:

  1. die Therapie liegt auch noch bei mir rum. Muss ich bei Gelegenheit mal lesen

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  2. "Ich darf nicht schlafen" habe ich auch gelesen und mr ging es wie dir: konnte es kaum mehr aus der Hand legen ;-)

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  3. Ein ganzes halbes Jahr, definitiv eins meiner Lieblinge 2013. Mein absolutes Highlight war Winter of the world von ken follett.. ein tolles Drama rund um den zweiten Weltkrieg

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  4. Ich denke "Ein ganzes halbes Jahr" werde ich, nachdem ich auch das letzte Buch der lästigen Pflichtlektüre in der Oberstufe geschafft habe und nachdem ich den ersten Teil von Shades of Grey gelesen habe, der schon in meinem Regal steht, dann auch lesen. Wenn es so viele grandios finden, muss es ja auch wirklich gut sein. :)

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  5. Wenn du nächstes Jahr wieder nur ein paar Bücher lesen willst, würde ich dir auf jeden Fall was von Gillian Flynn empfehlen. Ich habe vor zwei Wochen zufällig "Gone Girl" in die Hände bekommen, und das hat mich sprachlos gemacht :D Das ist unglaublich spannend und sehr, sehr gut geschrieben. (Zum Vergleich: Ich habe "Ich. Darf. Nicht. Schlafen." und "Die Therapie" auch gelesen und habe beides gemocht, also denke ich, dass dir das auch gefallen könnte ^^ Ich finde Flynn aber sogar noch besser!) Ich habe mir gleich auch die anderen Bücher von ihr besorgt und kriege nicht genug...
    Was mich letztes Jahr auch extrem beeindruckt war, war "Raum" von Emma Donoghue. Das ist zu Anfang ein sehr eigensinniger Stil, aber wenn man dahinterkommt, was da passiert, ist man nur noch baff un fragt sich, wie die Autorin es geschafft hat, sich da hineinzuversetzen und das so zu schreiben...Wenn ich jemandem nur zwei Bücher empfehlen dürfte, wären es die beiden ^^

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  6. Danke für den Tipp, werd ich mur merken :)

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  7. Ich fand ja Agent 6 nicht so schlecht. Nicht so gut, wie Kolyma und Kind 44, aber auch nicht so mies. Die Geschichte findet am Ende einen schönen Abschluss nach dem Nahen Osten-Teil, schade, dass du es abgebrochen hast.
    Fitzek ist eigentlich echt immer ein Pageturnergarant. Da kann ich dir auch eigentlich alles, was ich bisher gelesen habe (Seelenbrecher, Augensammler, Augenjäger, Abgeschnitten, Nachtwandler und Amokspiel) empfehlen :)
    Und "Wenn sie sterben, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" ist auch lesenwert!

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  8. Es macht mich ein bisschen stolz, dass ich dich letztes Jahr auf die Idee gebracht habe und du so einen Post dieses Jahr wieder machst! x)
    Grußi :)

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  9. "Ich. Darf. Nicht. Schlafen" habe ich direkt mal auf meine Liste gesetzt :)

    "Ein ganzes halbes Jahr" habe ich auch gelesen und am Ende sind bei mir doch einige Tränen geflossen. Für mich kein Meisterwerk, aber trotzdem lesenswert.

    Unter anderem "Tote Augen" von Karin Slaughter habe ich letztes Jahr gelesen und fand den Thriller sehr gut, auch wenn die Teile langsam vorhersehbarer werden. So richtig umgehauen hat mich aber wohl kein Buch im letzten Jahr - zumindest kann ich mich gerade nicht erinnern...

    Liebe Grüße
    Isabel

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  11. Ich habe mir aufgrund der positiven Bewertungen diese Woche "Ich.darf.nicht.schlafen." durchgelesen und bin einfach nur enttäuscht! Es schimpft sich Thriller, nur habe ich leider nicht viel davon gemerkt. Es ist eher ein Familien-/Psychodrama! Es ist ein billiger Abklatsch von "Lauf, Jane, lauf!". Ich konnte das Buch auch nicht aus der Hand legen, aber nur, weil ich (vergeblich) darauf gewartet habe, dass etwas spannendes passiert! Für mich war es leider sehr fad, die ständigen Wiederholungen nervtötend und die Handlung sehr vorhersehbar.

    Ok, nun genug gemeckert und geschimpft! ;)
    Ich mag deinen Blog und lese ihn sehr gerne!

    LG

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